Praktisches Jahr

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Politik wie Berufsverbände haben seit geraumer Zeit erkannt, dass ohne Gegenregulation auch das Land Baden-Württemberg, insbesondere im ländlichen Bereich, auf eine hausärztliche Unterversorgung zusteuert. Will man junge Menschen nachhaltig für den Beruf des Hausarztes interessieren, so kommt der letzten Phase des Medizinstudiums, dem sogenannten Praktischen Jahr eine entscheidende Bedeutung zu.

Nicht selten fällt in diesem Ausbildungsabschnitt die Entscheidung für die dem Studium folgende Weiterbildung zum Facharzt, z.B. zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Fördermaßnahmen Im Rahmen eines vom Lehrbereich Allgemeinmedizin der Uniklinik Freiburg beantragten Projektes steht Studierenden ein Stipendium des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg offen, wenn sie im Praktischen Jahr das Fach Allgemeinmedizin wählen. Dies ist erforderlich und angemessen, da den Studierenden während des Praktischen Jahres in der Regel kein Raum bleibt, ihren Lebensunterhalt durch eine Nebentätigkeit zu finanzieren. Zudem sind Mehraufwendungen (Fahrtkosten, Miete) zu kalkulieren, die sich aus der (meist eher ländlichen) Lage der Lehrpraxen ergeben.

Für die Förderphase von drei Jahren (Beginn 01. Juli 2011) stehen insgesamt 600.000 € zur Verfügung. 3000 € erhalten die Praxen pro PJ-Ausbildungsplatz. Die Studierenden werden mit 500 € pro Monat gefördert. Die Vergabe dieser Plätze wird zentral für Baden-Württemberg vom Lehrbereich Allgemeinmedizin der Uniklinik Freiburg koordiniert.

Nähere Informationen unter:
http://www.uniklinik-freiburg.de/studium/studieren-in-freiburg/lehrbereich-allgemeinmedizin.html
http://www.perspektive-hausarzt-bw.de/bw-spezial/pj-allgemeinmedizin/pj-allgemeinmedizin.html

Link zum PJ-Blog der Perspektive Hausarzt Baden-Württemberg:
http://www.perspektive-hausarzt-bw.de/bw-spezial/pj-allgemeinmedizin/blog/blog.html